Tagesfahrt der TSV-Turnabteilung führte im September nach Kassel

Die diesjährige Tagesfahrt der Turnabteilung des TSV Kirchhain hatte am 15. September Kassel als Ziel, wo die 48 Personen umfassende Reisegruppe am Vormittag zunächst eine geführte Stadtrundfahrt unternahm. Die Stadt ist kulturelles und wirtschaftliches Zentrum in Nordhessen und hat heute ca. 194 000 Einwohner. 1943 wurde Kassel durch einen britischen Bombenangriff zu über 80% zerstört, wobei die historische Altstadt völlig vernichtet wurde und über 10 000 Menschen ums Leben kamen. Der Wiederaufbau begann 1950 und bereits fünf Jahre später fand in werbewirksamer Weise die Bundesgartenschau in Kassel statt. Im gleichen Jahr wurde auch durch den Kunstprofessor Arnold Bode die erste „dokumenta“ veranstaltet, die als weltweit bedeutendste Ausstellung zeitgenössischer Kunst angesehen wird. Während der Stadtrundfahrt konnte man Kunstprojekte wie z.B. die „Spitzhacke“ den „Himmelsstürmer“ die „Raumskulptur“ oder die “7000 Eichen“ (Kunstwerk von Beuys)bewundern. In den Schlagzeilen war in letzter Zeit auch der Standort des Obelisk, der nun als Symbol gegen den Fremdenhass auf der Treppenstrasse neu aufgebaut werden soll. Aber auch die Karlsaue, die bekannten Sportstätten wie das Auestadion oder die Eissporthalle, die Wilhelmshöher Allee mit ihren prächtigen Villen und der bekannten Therme oder auch Teile der Altstadt mit wunderschönen Jugendstil-Häusern konnte man in Augenschein nehmen. Darüber hinaus ist Kassel auch bekannt für die vielen Kirchen und seine Museumslandschaft (u.a. Stadtmuseum, Landesmuseum, Grimmwelt, Museum für Sepulkralkultur).

Nach einer knappen Stunde Pause traf man sich am Besucherzentrum unterhalb des Herkules, um von dort in zwei Gruppen einen ca. 2-stündigen geführten Spaziergang durch den Bergpark in Angriff zu nehmen. Der Bergpark Wilhelmshöhe ist Europas größter Bergpark und ein einmaliges Zeugnis der barocken Gartenkunst. Er wurde 2013 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Zu Füßen der 8,30 m hohen Herkulesfigur erstreckt sich der nach dem Vorbild englischer Landschaftsgärten gestaltete Park über eine Gesamtfläche von über240 Hektar und beherbergt mehr als 400 verschiedene Gehölzarten. Ziel des teilweise anstrengenden Spaziergang, zu dem auch fantastische Aus-und Einblicke gehörten, war das 1786 entstandene Schloss Wilhelmshöhe, wo man sich zu einem Gruppenfoto aufstellte.

Nach der Stadtrundfahrt am Vormittag und dem sich anschließenden Spaziergang durch den Bergpark Wilhelmshöhe hatten sich die Teilnehmer etwas Freizeit verdient, die ganz unterschiedlich genutzt wurde. Während einige u.a. einen gemütlichen Stadtbummel in der Fußgängerzone oder einen Spaziergang zur Orangerie in der Karlsaue(heute befindet sich hier das Museum für Astronomie und Technikgeschichte) unternahmen besuchten mehrere Mitglieder der Reisegruppe die „Welt der Brüder Grimm“- ein UNESCO-Weltdokumentenerbe. Im Rahmen eines Rundgangs konnte man in die Welt der Sprache und Märchen „eintauchen“.

Traditionell traf sich die Reisegruppe am frühen Abend zu ihrem abschließenden gemütlichen Beisammensein. Dieses Mal war man zu Gast in der bekannten Gaststätte „Knallhütte“ ,wo man regionale Speisen und natürlich selbstgebraute Biere probieren konnte.

Mit vielen interessanten und teilweise neuen Eindrücken begab sich die Reisegruppe dann auf die Heimreise. Die Tagesfahrt im nächsten Jahr-so ein Vorschlag aus der Gruppe-wird die Domstadt Fulda zum Ziel haben.